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Was ist Heilung?

Und was braucht es dafür?

Was Heilung letztendlich bedeutet, kann jeder Mensch nur für sich selber definieren. Für manche ist es die körperliche Unversehrtheit, für manche ein vertrauensvolles Miteinander in zwischenmenschlichen Beziehungen, für manche das Einssein mit allem und allen.

Für mich bedeutet Heilung frei zu sein von der Bedeutung alter Geschichten, von schmerzvollen Interpretationen, von stressvollen Glaubenssätze über mich und meine Mitmenschen und mein Erleben mit diesen sowie mein Erleben von Geschichten allgemein.

In meiner Erfahrung braucht es für Heilung sieben elementare Voraussetzungen:
* Vertrauen ins Leben (und da das Leben untrennbar mit uns selbst verknüpft ist, bedeutet das: Vertrauen in uns selbst!)
* Das Wissen darum, dass ich Schöpferin (und nicht Opfer bzw Ausgelieferte) bin.
* Die Bewusstheit, dass ich mein Leben erschaffe – und sonst niemand! Jemand anderem die Macht über mein Leben zu geben, hieße mich in die Ohn-Macht zu begeben, anstatt eigenverantwortlich mein Leben in die Hand zu nehmen und zu kreieren.
* Die Öffnung meines Herzen in dem Wissen, dass alles Liebe ist.
* Eine bewusste, achtsame Kommunikation als Schlüssel für Verbindung und Nähe.
* Der Zugang zu meinem innersten Wissen und meiner tiefsten Wahrheit – jenseits meiner Vernunft und meines Verstandes und meiner Gedanken.
* Und das Erkennen, dass wir letztendlich alle(s) eins sind. Dass alles miteinander verbunden ist.

Sind wir im Fluss mit all diesen Aspekten, kann Heilung geschehen.
Wenn wir jedoch nicht im Fluss sind (sprich: uns nicht dieser sieben Aspekte bewusst sind), kann es passieren, dass das Schicksal uns dabei „hilft“.
Schicksal ist ein Begriff, der sich ethymologisch aus den beiden Wörtern „schicken“ und „salus“ (lat. Heil) zusammensetzt. Frei übersetzt kann Schicksal also bedeuten, „ins Heil geschickt“ zu werden.
Sind wir in der Lage, dem Schicksal zu folgen und das, was wir erleben oder von dem wir glauben, dass es Schicksal sei, entsprechend für uns und unser Heil und Wohlergehen zu interpretieren, kann sich daraus ein neuer Blickwinkel, eine neue Perspektive auf unsere Lebensgeschichten entwickeln. Und in diesem Perspektivwechsel liegt dann die Chance auf Heilung.
„Everything happens for us, not to us“ Byron Katie
Oder in den Worten von Albert Einstein: „Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder. Oder so, als wäre alles ein Wunder!“

In Bezug auf Beziehungen entsteht Heil/Heilung nicht durch die Aktion eines anderen Menschen, sondern durch unsere Reaktion darauf.
Wer sind wir? Und wer wollen wir in Bezug darauf (auf die Aktion) sein?
Ist der, der wir sind und wie wir uns verhalten, kongruent mit dem, der wir sein wollen – in unserer höchsten und besten Version?!?
Basiert unser Sein auf Bewusstheit und Werten? Sind wir an unseren Worten oder an unseren Taten messbar?
Kann ich in jeglicher Hinsicht mein Gegenüber als Spiegel in Bezug auf mich erkennen? Oder projiziere ich noch unbewusst meine ungelösten Themen auf den anderen und trenne mich dadurch von ihm/ihr und dadurch auch von mir selbst?
Viele Fragen… doch je bewusster und klarer wir uns den Antworten widmen, desto mehr Heilung kann geschehen.

Dies ist die kurze Zusammenfassung meines Kurzvortrages vom Classy Friday im August.