Classy Friday im November – Thema: Familien-DYNAMIK

„Familiendynamik – über Verstrickungen und deren Chancen“. Möglichkeiten, wie wir die Prägungen unserer Familie besser verstehen und diese Erkenntnisse für unsere persönlichen Entwicklungsprozesse nutzen können.
Was ist eigentlich Dynamik? Damit begann der Impulsvortrag von Stefanie Guth, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin aus Lübeck. Ausgehend von der Annahme, dass Bewegung in einem System stets positiv zu bewerten ist, wurde die Vielfalt dieses Begriffes deutlich. Elan, Schwung, Kraft, Rhythmus, Lebendigkeit, Mobilität, Entfaltung und viele andere Begriffe wurden der Dynamik zugeschrieben. Jedes System hat seine eigenen Dynamik, so auch die Familie. Unsere Herkunft prägt uns nachhaltig und es kann sehr hilfreich sein, familiäre Muster, Bindungen, Verstrickungen und Kommunikationsstrukturen zu kennen, um sich selbst zu verorten und sich eventuell auch für andere Wege zu entscheiden. Interessante Fallberichte aus ihrer psychotherapeutischen Arbeit gaben den Zuhörern einen Einblick, wie wichtig der Blick auf das dynamische Geschehen für das Verstehen des Symptomatik und des eigenen Selbst ist.
Ein zentrales Element, um die Familiendynamik zu verstehen, ist die Erstellung eines Genogramms. Einer Struktur zur Darstellung familiärer Beziehungen, die sich aus der systemischen Therapie entwickelt hat. Für die Arbeit als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin ein sehr wichtiges und hilfreiches Instrument, um Prozesse, Strukturen, Prägungen und Muster innerhalb einer Familie sichtbar zu machen. Wer Lust bekommen hat, sich mit der eigenen Familie zu beschäftigen, kann an dieser Stelle ein EBOOK mit einer Anleitung zur Erstellung eines eigenen Genogramms herunterladen.
Viel Freude und Erkenntnisse damit!

www.selbsterforschung.comh


REST IN EVERY STEP

Have patience.
Slow down.
The gap between
‚Where I am‘
and
‚Where I want to be‘
is full of possibility.
So don’t rush through it.
Take time.
Find the dignity in slowness.
Learn to love the gap.
Grace it with your presence.
It is bursting with life, and creativity,
and it holds unexpected treasures.
Have patience. Slow down.
Life is only Now.
In Presence, there are no gaps.
Find rest in every step.

  • Jeff Foster

„Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing, there is a field, I’ll meet you there.“ Rumi


Dank der indirekten Erinnerung eines lieben Menschen an diese Worte von Rumi lassen mich seitdem die Gedanken an dieses Feld nicht mehr los. Wo ist dieses Jenseits? Und wie komme ich dahin? Was genau sind diese Ideen von…?
Und wie es meist so ist, wenn sich ein bestimmter Gedanke eingenistet hat, antwortet das Leben direkt darauf – Innerlich wie äußerlich.
Das krasseste Ereignis im Außen war die Beerdigung einer zauberhaften jungen Frau, deren Kind noch kein Jahr als ist. In solchen Momenten wird die Frage nach dem „wrongdoing“ des Lebens besonders groß… Es mutet sich so falsch an, dass eine junge Frau, die gerade ein Leben in die Welt gebracht hat, diese Form des Lebens jetzt wieder verlässt (verlassen muss? verlassen darf?).
Macht „das Leben“ überhaupt Fehler? Und wenn ja, warum? Und wenn nein, wie finden wir dann Antworten auf solche Ereignisse?

Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing…
Wer bestimmt, was richtig und was falsch ist? Wieviele Leid verursachen diese „Ideen von…“…?!
Ist nicht jede Bewertung schon eine „Idee von…“?
Wie sehr wünschte ich mir, öfters jenseits dieser „Ideen von…“ sein zu können. All diese Konzepte und Glaubenssätze loslassen zu können… um den Menschen dort zu begegnen.
Dort auf diesem Feld.

Im Text von Rumi heißt es weiter:
When the soul lies down in that grass,
the world is too full to talk about.
Ideas, language, even the phrase ‘each other’
doesn’t make any sense.

Eine Welt, die zu voll ist, um darüber zu reden?!?
Was, wenn sich erst jenseits der Ideen von „wrongdoing and rightdoing“ die wahre Welt, das wahre Sein offenbart? Und alles diesseits davon nur Ablenkung ist?
Das klingt nach Frieden und Freiheit.
Möge es uns allen immer wieder mal gelingen, unsere „Ideen…“ anzuhalten, um der Stille und Fülle, dem Frieden und Unnennbaren des Feldes jenseits davon lauschen zu können. Um zu erkennen, dass alles einen tieferen Sinn hat – einen Sinn jenseits von Worten und Ideen. Der Tod einer jungen Frau ebenso wie die Krankheit eines Kindes ebenso wie der Flug eines Schmetterlings ebenso wie jeder Stein am Strand ebenso wie alles Fassbare und Unfassbare ebenso wie…

Jeff Forster- warrior

https://youtu.be/VSP6WvRvww0

HOW I BECAME A WARRIOR

Once, I ran from fear
so fear controlled me.
Until I learned to hold fear like a newborn.
Listen to it, but not give in.
Honour it, but not worship it.
Fear could not stop me anymore.
I walked with courage into the storm.
I still have fear,
but it does not have me.

Once, I was ashamed of who I was.
I invited shame into my heart.
I let it burn.
It told me, „I am only trying
to protect your vulnerability“.
I thanked shame dearly,
and stepped into life anyway,
unashamed, with shame as a lover.

Once, I had great sadness
buried deep inside.
I invited it to come out and play.
I wept oceans. My tear ducts ran dry.
And I found joy right there.
Right at the core of my sorrow.
It was heartbreak that taught me how to love.

Once, I had anxiety.
A mind that wouldn’t stop.
Thoughts that wouldn’t be silent.
So I stopped trying to silence them.
And I dropped out of the mind,
and into the Earth.
Into the mud.
Where I was held strong
like a tree, unshakeable, safe.

Once, anger burned in the depths.
I called anger into the light of myself.
I felt its shocking power.
I let my heart pound and my blood boil.
Listened to it, finally.
And it screamed, „Respect yourself fiercely now!“.
„Speak your truth with passion!“.
„Say no when you mean no!“.
„Walk your path with courage!“.
„Let no one speak for you!“
Anger became an honest friend.
A truthful guide.
A beautiful wild child.

Once, loneliness cut deep.
I tried to distract and numb myself.
Ran to people and places and things.
Even pretended I was „happy“.
But soon I could not run anymore.
And I tumbled into the heart of loneliness.
And I died and was reborn
into an exquisite solitude and stillness.
That connected me to all things.
So I was not lonely, but alone with All Life.
My heart One with all other hearts.

Once, I ran from difficult feelings.
Now, they are my advisors, confidants, friends,
and they all have a home in me,
and they all belong and have dignity.
I am sensitive, soft, fragile,
my arms wrapped around all my inner children.
And in my sensitivity, power.
In my fragility, an unshakeable Presence.

In the depths of my wounds,
in what I had named “darkness”,
I found a blazing Light
that guides me now in battle.

I became a warrior
when I turned towards myself.

And started listening.

  • Jeff Foster


Classy Friday im Oktober – Thema: Licht

Licht ist mehr als Beleuchtung

Die Frage, was Licht ist, kann physikalisch geklärt werden, doch verrät unsere Sprache, dass Licht eine weit größere und tiefere Bedeutung für uns Menschen hat.
Wir erblicken das Licht der Welt. Wir sehen Licht am Horizont. Oder bringen Licht ins Dunkel.
Licht ist ein für unser Leben lebenswichtiges Element. Ohne Sonnenlicht kein Leben. Es hat unsere Wahrnehmung geprägt, es bestimmt unseren Lebensrhythmus, beeinflusst unsere Hormone.
Ziel der Lichtplanung ist es daher, Licht und Leuchten so einzusetzen, dass es der Gesundheit dienlich ist. Hierbei bedeutet Licht nicht Lampe, Lichtplanung nicht den Gang ins Lampengeschäft, sondern die Lösung zu Fragen wie:
„Wieviel Licht brauche ich? Wofür brauche ich es? Wo brauche ich es? Welche Stimmung will ich erzeugen? Welche Kontraste zwischen Hell und Dunkel passen?“
Und erst ganz zum Schluss die Frage: „Welches Produkt sollte zum Einsatz kommen?“
Ausgehend vom Sonnenlicht mit seiner Dynamik, seinen sich ständig ändernden Lichtfarben (blaue Stunde bis Abendrot) und Strahlungsrichtungen geht es darum , das jeweils richtige Leuchtmittel auszuwählen, entsprechend der Nutzung eventuell festgelegte DIN-Werte bzgl. der Beleuchtungsstärke zu erreichen, in Klassenzimmern z.B. eine hohe Gleichmäßigkeit zu erzielen, in einer Ausstellung dagegen mit hohen Unterschieden der Helligkeit Akzente zu setzen und Spannung zu erzeugen. Lichtplanung arbeitet mit Licht und Schatten, mit der Reflexion der Materialien des Raumes und der Reflexion auf farbigen Flächen. Sie soll dazu beitragen, dass wir uns in den Räumen der Nutzung entsprechend wohlfühlen und Freude am Licht haben.

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Dies ist eine Zusammenfassung von Birte Asmussen zu ihrem erhellenden Vortrag zum Thema Licht und Beleuchtung vom letzten Classy Friday am 18. Oktober 2019. Es war ein wundervoller Abend mit einem spannenden Einblick in ein Thema, das eine angeregte Diskussion nach sich zog. Jede*r von uns ist mit neuen Anregungen und auch Stoff zum Nachdenken „versorgt“ worden.

Wer mehr zum Thema Licht und Beleuchtung erfahren und sich beraten lassen möchte, kann dies bei Birte Asmussen tun: www.patio-plan.de

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